FSME-Impfung –
gut geschützt!

Gesund durch das Jahr

Informationsschreiben zur FSME-Impfung

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die zu schweren neurologischen Komplikationen führen kann. Besonders in Risikogebieten ist ein Schutz durch Impfung sinnvoll. Dieses Schreiben informiert Sie über die Wichtigkeit, den Ablauf und die Wiederholung der FSME-Impfung.

1. Was ist FSME?
FSME ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Die Übertragung erfolgt meist durch den Stich infizierter Zecken. Typische Symptome sind grippeähnliche Beschwerden, die in schweren Fällen zu neurologischen Schäden führen können.

2. Wer sollte sich impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für:
Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten (z. B. durch Freizeitaktivitäten wie Wandern, Camping oder Gartenarbeit).
Berufsgruppen mit erhöhtem Risiko (z. B. Forstmitarbeiter, Landwirte, Gärtner).
Reisende in Risikogebiete (z. B. bestimmte Regionen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Skandinavien, Osteuropa und Asien).
Aktuelle Risikogebiete in Deutschland:
Die Liste der Risikogebiete wird jährlich vom Robert Koch-Institut (RKI) aktualisiert. Aktuell gehören dazu u. a. Teile von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Eine aktuelle Karte finden Sie auf der Website des RKI.

3. Impfschema: Erstimpfung und Auffrischung
Grundimmunisierung (Erstimpfung):
1. Impfung: zu einem beliebigen Zeitpunkt.
2. Impfung: nach 1–3 Monaten.
3. Impfung: nach 5–12 Monaten (je nach Impfstoff).
Nach der Grundimmunisierung besteht ein vollständiger Schutz.
Wiederholungsimpfung (Auffrischung):
Erste Auffrischung: nach 3–5 Jahren.
Weitere Auffrischungen: alle 5 Jahre (bei Personen unter 60 Jahren) bzw. alle 3 Jahre (bei Personen über 60 Jahren).

4. Nebenwirkungen der Impfung
Die FSME-Impfung ist in der Regel gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind:
Lokale Reaktionen (Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle).
Allgemeine Reaktionen (leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit).
Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.

5. Wichtige Hinweise
Zeckenprophylaxe: Auch nach einer Impfung sollten Sie sich weiterhin vor Zecken schützen (z. B. durch lange Kleidung, Anti-Zecken-Sprays und regelmäßiges Absuchen des Körpers nach Zecken).
Kein Schutz gegen Borreliose: Die FSME-Impfung schützt nicht vor Borreliose, einer weiteren durch Zecken übertragenen Erkrankung. Hier ist eine frühzeitige Entfernung der Zecke entscheidend.

6. Kostenübernahme
Die Kosten für die FSME-Impfung werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn Sie in einem Risikogebiet leben oder sich dort aufhalten. Bitte klären Sie die Kostenübernahme im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse.

7. Fragen?
Gerne beraten wir Sie persönlich zu Ihrer individuellen Impfsituation. Vereinbaren Sie einfach einen Termin in unserer Praxis.